Ev. Kirche in Hemmerde

Die Hemmerder Kirche ist eine in Grünstein errichtete, einschiffige, kreuzförmige Anlage mit fünfseitigem Chor. Das Querhaus bildet dabei den ältesten Bestandteil. Es entstammt dem späten 12. Jahrhundert. Der heutige Chor wurde erst 1543 errichtet (diese Jahreszahl ist außen in Stein gehauen) und ersetzte die ürsprüngliche halbrunde Apsis.

Das zweijochige Langhaus entstand in der Zeit um 1300. Im 14. Jahrhundert entstand der dreigeschossige Turm, dessen Mauern im Erdgeschoss eine Stärke von 2 Metern besitzen. Mit dem in seiner jetzigen Form im Jahr 1726 errichteten Helm erreicht der Turm eine Höhe von 29,65 Metern.

Von den Ausstattungsstücken der Kirche ist im Laufe der Zeit einiges verloren gegangen, anderes hinzugekommen.

Abhandengekommen sind insbesondere die beiden historischen Altäre. Der ältere, 1416 von Arnd Calff zu Ehren des heiligen Kreuzes gestiftet und im nördlichen Kreuzflügel aufgestellt, wurde laut der katholischen Kirchenchronik von 1857 nach Einführung der Reformation abgebrochen.

Der 1483 von Conrad Borgentrik in Braunschweig für die Hemmerder Kirche geschaffene stätgotische Schnitzaltar - 2m hoch und 4,52m breit - wurde 1868 verkauft und gelangte so schließlich wieder nach Braunschweig zurück. Dort ist der Marienaltar im Städtischen Museum eingelagert.

Die Kanzel entstand im Jahr 1677. Sie zeigt die vier Evangelisten in getrennten Feldern. Diese werden durch gederhte Säulen getrennt.

Der Ende des 15. Jahrhunderts entstande 33 cm hoher Leuterengel aus Holz ist das älteste Ausstattungsstück der Kirche.

Die eicherne Sakristeitür stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Der vergoldete Abendmahlskelch aus Silber entstand um 1700.

Die Orgel in der Kirche Hemmerde

Prospekt der Orgel in der evangelischen Kirche Hemmerde

Die Geschichte der Orgel in der Hemmerder Kirche reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück.
Die heutige Orgel wurde 1955 durch die Firma Kemper aus Lübeck installiert. Der Prospekt bestimmt dominant den Chor. Bereits beim Betreten der Kirche fällt dieses ins Auge.

Die Orgel ist mit einem Taschenladensystem ausgestattet, das elektropneumatisch gesteuert wird.

Der Spieltisch hat zwei Manuale (Haupt -und Oberwerk), ein Vollpedal, vier Koppeln, zwei freie und eine feste Kombination und einen Tremulant.

Die Register bieten eine Mischung aus Prinzipalen, Flöten, Gedackten, einer Mixtur, Aliquoten und sogar einem Zungenregister.

Diese Zusammenstellung ermöglicht ein variantenreiches, den Kirchenraum füllendes Orgelspiel.

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