Das Kirchenasyl ist beendet

Erstellt am 24.07.2019

Nach einem Jahr wurde das Kirchenasyl in unserer Gemeinde nun erfolgreich beendet

Seit August 2018 lebten zwei Gäste aus dem Iran, Mutter und Sohn, in unserer Gemeinde.

Sie waren vor politischer Verfolgung nach Europa geflohen und brauchten eine Zeit lang Schutz, um ihr Verfahren nun in Deutschland aufnehmen zu können.

Dsa Kirchenasyl wurde bewusst als 'stilles' Asyl organisiert, um unsere beiden Gäste nicht zu gefährden. Das heißt, die Gemeinde war nur durch Abkündigungen im Gottesdienst informiert und manche werden unsere beiden Gäste sicher auch in dem einen oder anderen Gottesdienst oder bei anderen Veranstaltungen gesehen und gesprochen haben. Eine öffentliche Darstellung des Falls hat es aber bewusst nicht gegeben.

Die Behörden, also das Ausländeramt und das Bundesamt für Migration und Flucht waren aber natürlich immer ebenso informiert, wie der Superintendent und das Landeskirchenamt.

Leider hat das Asyl in unserer Gemeinde viel länger dauern müssen, als ursprünglich geplant, was besonders für unsere Gäste eine große Belastung bedeutete.

Sehr dankbar, aber auch froh und erleichtert, konnten sie das Kirchenasyl nun verlassen.

Wir haben in ihnen wunderbare, sensible und kluge Menschen kennengelernt, die uns sehr schnell von Fremden zu Freunden wurden. Ein Erfahrung, für die alle Unterstützer*innen sehr dankbar sind.

Unsere Gebete und guten Wünsche werden sie weiter begleiten.

Allen die diese Zeit mitgetragen und auf vielfältige Weise unsere Gäaste unterstützt haben, sei hier noch einmal herzliche gedankt.

 

Pfarrer Volker Jeck