Kirchenasyl in unserer Gemeinde

Erstellt am 13.08.2015

Er stammt aus einem Dorf in der Nähe von Kobani, der Stadt, die im letzten Jahr besonders heftig von Einheiten des sogenannten IS angegriffen wurde. Auf der Flucht vor den Kämpfen musste er sein Heimatland verlassen. Das Presbyterium ist zu der Überzeugung gelangt, dass der Syrer durch die traumatisierenden Kriegs- und Fluchterfahrungen und die Ungewissheit um seine Familie, die sich immer noch im Grenzgebiet zwischen Syrien und Irak aufhält, besonders schutzwürdig ist.

Dazu kommt die unwürdige Behandlung die er bei seiner Ankunft im spanischen Melilla durch die dortige Polizei und Behörde erfahren hat. Trotz seiner eindeutigen Fluchtgründe wurde er dort ohne ausreichende Prüfung und bei Strafandrohung ausgewiesen. Eine Rücküberstellung nach Spanien scheint deshalb unzumutbar. Eine ausreichende Versorgung und eine geordnetes Verfahren dort sind auch nach Ansicht seines Rechtsanwalts nicht gegeben und zumindest äußerst zweifelhaft. Der Syrer lebt zur Zeit in den Räumen der Kirchengemeinde.

Die Gemeinde appelliert an die deutschen Behörden, ihn in das nationale Asylverfahren zu übernehmen.