Das Philipp-Nicolai-Haus in Mühlhausen Uelzen

Erstellt am 28.03.2015

Rund 60 Gemeindeglieder und andere Gäste des Philipp-Nicolai-Hauses kamen eben dort zusammen, um gemeinsam mit den Mitgliedern des Presbyteriums über die Zukunft des Hauses zu diskutieren.

Die erste halbe Stunde gehörte denen, die hier Gelegenheit hatten, noch einmal ihre Bedenken gegenüber einer möglichen Schließung des Haues zu äußern.

Die Argumente, Wünsche und Vorschläge wurden, für alle sichbar, im Raum schriftlich festgehalten.

Es ging dabei vor allem um den Wunsch, das Haus als Treffpunkt für Jung und Alt zu erhalten, zumal das Philipp-Nicolai-Haus den einzigen großen öffentlichen Raum im Doppeldorf darstellt und die Gemeindeglieder aus Mühlausen/Uelzen auch zahlenmäßig einen erheblichen Anteil an den Gemeindegliedern insgesamt darstellen.  Mehr Einbindung junger Familien wurde vorgeschlagen, ein besseres Marketing, die Unterstützung der Kommune wurde eingefordert und eine Kooperation mit den Wohnungsbaugesellschaften vorgeschlagen, ebenso ein ökumenische Öffnung des Hauses und eine bessere Öffnung hin zu den Neubaugebieten. Auch wurde diskutiert, ob nicht eher die Häuser in den anderen Gemeindeteilen zu schließen seien als das Philipp-Nicolai-Haus.

Danach wurde durch Presbyter Günter Drechsel-Grau ein umfassendes Zahlenwerk dargestellt aus dem sowohl die drängende Haushaltssituation der Gemeinde, als auch die seit Jahren mangelnde Auslastung des Hauses hervor ging. Schnell wurde klar: die hohe Bedeutung des Hauses ist dem Presbyterium sehr wohl bewusst, aber viele der vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeiten sind längst versucht und abgefragt worden.

Eine ökumenische Offenheit ist seit der Eröffnung des Hauses vor 40 Jahren selbstverständlich und auch die Nutzung duch Gruppen, Vereine und Einzelpersonan, die nicht der Gemeinde angehören. Familienkreis und Mutter-Kind-Gruppe stellen nach wie vor eine wichtiges Angebot für das Dorf und die Gemeinde dar.

Damit hat die Kirchengemeinde über 40 Jahre eine wichtige, auch kommunale Dienstleistung vorgehalten und das will sie das auch weiterhin tun, wird das aber nicht mehr im bisherigen Umfang leisten können.

In einer engagierten aber sehr fairen und konstruktiven Diskussion, unter der Moderation von Pfarrer Volker Jeck, wurden im Anschluss in offener Aussprache Auswege und Alternativen bedacht und mögliche Zukunftsszenarien dargelegt.

Am Ende stand bei den Meisten das Verständnis für den Handlungsbedarf des Presbyteriums, aber auch das Versprechen der Gemeindevertreter, dass die Gemeinde, sich auch in den nächsten Jahren nicht aus der aktiven Arbeit in Mühlhausen/Uelzen verabschieden wird. 

Es wird darum gehen ein kleineres, aber attraktives räumliches Angebot im Doppeldorf neu zu gestalten. Eine Aufgabe, die gemeinsame Anstrengung aller Beteiligter kosten wird.