Aktuelles diakonisch-handwerkliches Jugendprojekt Kimara

Erstellt am 13.05.2013

Pastor Mastai besucht die Werkstätten des TüV-Nord im April 2013

Unser Ziel ist es, bedürftigen Jugendlichen in beiden Partnergemeinden die Möglichkeit zu geben, sich beruflich ud persönlich weiter zu entwickeln.

Im Sommer 2012 besuchte eine Delegation des evangelischen Kirchenkreises unsere Partnergemeinden in Dar-es-Salaam/Tansania. Seit diesem Besuch ist einige Zeit vergangen. Was dort in Gesprächen mit Pastor Mastai und Prof. Bavu als Vorsitzender des Partnerschaftskreises in Kimara als erste Idee im Raum stand, nimmt nun ganz langsam konkrete Formen an: ein gemeinsames, handwerkliches, diakonisches Jugendprojekt! Pastor Mastai besuchte uns im April 2013 und während seines Besuches erarbeiteten wir in einer kleinen Projektgruppe erste Schritte für die Umsetzung. Unser Ziel ist es, bedürftigen Jugendlichen in beiden Partnergemeinden die Möglichkeit zu geben, sich persönlich weiter zu entwickeln und durch ein konkretes Projekt die Möglichkeit zu beruflicher Qualifikation zu fördern. Bereits 1994 wurde in Tansania eine Initiative zur Förderung beruflicher Ausbildung gegründet (Vocational Education and Training Authority - VETA). Berufliche Ausbildung wird als „Waffe“ gegen Armut bezeichnet. 500.000 Schüler haben jedoch keine Chance auf eine weitere Ausbildung. Momentan gibt es ca. 1000 berufliche Ausbildungszenten. Daran können jedoch nur 120.000 Jugendliche und junge Erwachsene teilnehmen. Wir wollen mit unserem Projekt an diese Bemühungen anknüpfen, den Jugendlichen in unserer Partnergemeinde ohne höheren Schulabschluss die Chancen für eine berufliche Zukunft eröffnen und unseren eigenen Jugendlichen im Kirchkreis die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und der Entwicklung persönlicher Kompetenzen geben. Unser erstes konkretes Projekt soll die gemeinsame Arbeit am Aufbau einer gemeindeeigenen Holzwerkstatt in Kimara sein, die von uns durch know-how unterstützt und durch gegenseitige persönliche „Arbeits“besuche begleitet werden soll. Dafür wird ein Konzept für eine Ausbildungswerkstatt erarbeitet und die Recherche nach gebrauchten Holzbearbeitungsmaschinen unterstützt. Im nächsten Schritt übernimmt die Gemeinde Kimara die Einstellung einer Fachkraft aus dem Bereich Holztechnik und der Auswahl geeigneter, bedürftiger Jugendlicher aus der Gemeinde Kimara. Nach einer Einarbeitungszeit findet der erste Besuch in Deutschland statt. In dieser Zeit sollen die jungen Erwachsenen Arbeitsgeräte und Arbeitsmethoden in deutschen Holzwerkstätten kennen lernen, wenn möglich an konkreten Objekten, wie dem Bau von Tischen und Stühlen für eine gemeindeeigene Schule. Danach ist ein Gegenbesuch in Kimara geplant, während dessen junge Erwachsene aus unserer Gemeinde und dem Kirchkreis an einem konkreten Projekt in der Werkstatt in Kimara mitarbeiten. Interkultureller Austausch und Persönlichkeitsförderung bedürftiger Jugendlicher auf beiden Seiten stehen im Mittelpunkt unserer Bestrebungen, denn schon in der Bibel steht „..an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“

Aufruf: Wer etwas zu dem Projekt beisteuern möchte, der melde sich bitte bei uns! Besonders wichtig ist für Kimara die kostengünstige Beschaffung von hochwertigen Holzbearbeitungsmaschinen: Formatkreissäge, Abrichte, Dickenhobel, Fräse, Bandsäge und Hobelbänke. Wir sind für jegliche Unterstützung dankbar, es ist ein großes Projekt, was viele Hände braucht! Herzliche Grüße Tansania-Arbeitskreis Hemmerde-Lünern, Martina Hitzler, Martina.Hitzlerdontospamme@gowaway.t-online.de

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