Sonntagsandacht - Gemeinsam mehr erreichen

Erstellt am 25.04.2020

#Gemeinsam gegen Corona

Jesus wurde ein Mal gefragt, was das höchste Gebot sei. Seine Antwort war: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.« (Mt 22, 34 f.). Das ist manchmal leichter gesagt als getan. Doch liebe Gemeinde, dieser Satz ist in uns allen so tief eingepflanzt, dass wir ihn täglich leben und erleben.

Haben sie sich schon ein Mal gefragt: Wie es sein kann, dass der Mensch schon so viele Jahre auf diesem Planeten lebt, während andere Lebewesen oder Tiere ausgestorben sind? Der Mensch ist nicht besonders stark, auch ist er nicht klüger als andere Lebewesen. Im Vergleich zum Neandertaler war der Mensch klein und schwach. Im Vergleich zu anderen Tierarten war und ist der Mensch nicht schlauer. Doch gibt es eine Fähigkeit des Menschen, durch die er sich von allen Lebewesen unterscheidet. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Der Mensch setzt sich für seinen Nächsten ein: in Eiszeiten, bei Naturkatastrophen oder in Krisen. Diese Fähigkeit hat das Überleben des Menschen seit Jahrhundert gesichert. Und es bewahrt auch in Angesicht von Corona das zwischenmenschliche Miteinander.

Menschen bestellen ihr Essen in ihrem Lieblingsrestaurant, damit es weiterhin existiert. Menschen schneidern Masken für Ärzt*innen, Nachbar*innen und Pflegepersonal. Menschen nehmen aufeinander Rücksicht. Sie halten den Mindestabstand von ein Meter fünfzig ein. Menschen sind bereit zu spenden für die »Lindenbrauerei« in Unna, damit das kulturelle Leben weiter geht.

In Angesicht von Corona erleben wir täglich das, was Jesus Christus das höchste Gebot nennt: Nächstenliebe! (Mt 22, 34 f.)

Amen.