Ausstellung zum Gedenken an das Ende des 1. Weltkrieges in Hemmerde

Erstellt am 02.11.2018

In der evangelischen Kirche in Hemmerde findet im November ein Gedenken besonderer Art statt. Im Gefalleneneck des Gotteshauses wurde von Heimatfreunden eine "Gute Stube" mit originalen Möbeln aus der Zeit der Jahrhundertwende eingerichtet. Sie bildet einen Raum des Be- und Gedenkens und gibt uns die Gelegenheit, die Geschichte und Geschichten der Eltern und Großeltern lebendig werden zu lassen. Hier werden Erinnerungen, Feldpost und Bilder der Kaiser- und Kriegszeit ausgestellt.

Die Apsis wurde zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten Soldaten des 1. Weltkrieges aus dem Kirchspiel Hemmerde hergerichtet. Ganz bewusst haben die Macher und Heimatfreunde auf offizielle Einladungen verzichtet, da dieser Anlass für eine Eröffnung mit Festreden und Sektempfang zu traurig ist. Selten findet ein Möbelstück aus einer Gaststätte den Weg in eine Kirche, doch in Hemmerde ist dieses möglich. Dank Familie Struwe konnte ein historischer Tisch mit einem Nagelbild aus dieser Zeit ausgestellt werden und erzählt von der Kriegsbegeisterung des Jahres 1914.

Leider sind viele Informationen und Bilder aus dieser Zeit des 1. Weltkrieges verloren gegangen. Darum hoffen die Initiatoren während der Ausstellung fortlaufend auf viele Gespräche, Andenken und Informationen von Nachfahren der Kriegsteilnehmer, um dieses Kapitel der Geschichte in Hemmerde in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein zu dokumentieren.

Wer also noch alte Schätze auf dem Dachboden oder im Keller entdeckt, möge diese gerne mitbringen.

Die Ausstellung findet bis zum Totensonntag, den 25.11.2018 statt.

Am kommenden Sonntag, den 4. November hat die Kirche von 14 - 17 Uhr geöffnet.

Die anderen Öffnungszeiten entnehmen sie bitte aus der Tagespresse.

Am Volkstrauertag, den 18.11.2018 um 15 Uhr, beginnt die offizielle Gedenkveranstaltung zum 100jährigem Ende des 1. Weltkrieges.