Nordlünern hat eine Krippe und einen eigenen Advenskalender!

Erstellt am 01.12.2020

Kein Weihnachten ohne Krippe

Friedrich Vogt und seine Schwester Erika waren noch klein, als ihre Eltern wenige Jahre nach dem Krieg eine Krippe unter den Weihnachtsbaum stellten: detailreich bemalte Gipsfiguren in einem kleinen Stall aus Ästen. „Spielen durften wir damit nicht“, erinnert sich der heute 73-Jährige, „die Krippe war immer ein richtiges Heiligtum.“ Bis heute wird sie jedes Jahr zu Weihnachten aufgebaut. Das Strohdach hat Friedrich Vogt mittlerweile durch Holzschindel ersetzt. Auch das Lämpchen seiner elektrischen Eisenbahn, das er als 16-Jähriger im Stall installiert hat, ist inzwischen ausgetauscht. „Gegen eine Begrenzungsleuchte für Treckeranbaugeräte“, lacht der Landwirt aus Lünern.

Sein neuestes Krippenprojekt, in dem fast ein Jahr Arbeit steckt: ein zwei Meter hoher Stall mit großen Holzfiguren, alle selbst angefertigt aus unterschiedlich farbigen Holzarten. „Ein dunkles Schaf muss schließlich auch dabei sein!“ Den Stall hat Vogt übrigens aus einem alten Bett gezimmert, der Fußboden stammt von einem Kinderlaufstall. Eine echte Upcycling-Krippe. Eigentlich sollte sie das Highlight beim offenen Adventskalender auf dem Hof an der Nordlünerner Straße werden. Doch wegen der Corona-Pandemie darf die Feier nicht wie sonst stattfinden. Darum steht die Krippe jetzt einfach an der Hofeinfahrt, damit sich zumindest alle, die vorbeikommen, darüber freuen können.

Außerdem ist gegenüber der Hofeinfahrt ein Adventskalender zu betrachten. Jeden Tag wird ein neues "Türchen" erscheinen.