Presbyterium

Einführung des Presbyteriums am 6. März 2016

Am 6. März 2016 wurden vier neue Presbyterinnen und Presbyter im Gottesdienst in ihr Amt eingeführt und die neue vierjährige Amtsperiode des Presbyteriums hat begonnen. Pfarrer Volker Jeck und Pfarrer Gerd Ebmeier nahmen das Gelöbnis der neuen Mitglieder des Presbyteriums entgegen und segneten sie ein. Mit Regine Birkelbach, Carmen Kratzsch, Benjamin Schulze-Borgmühl und Axel Potthast gewinnt das Leitungsgremium unserer Gemeinde vier engagierte und dem Gemeindeleben nahe stehende Mitglieder.

Schon am 10. März wird das Presbyterium erstmals in der neuen Zusammensetzung tagen. Im April sollen dann die Ausschüsse und Arbeitskreise neu besetzt und berufen werden.

In dem Gottesdienst wurden aber auch die vier ausscheidenden Presbyterinnen verabschiedet.

Angelika Baringhorst, Melanie Borkowski, Ursula Döring und Erika Ludwig haben das Presbyterium verlassen. Einige Jahre lang haben sie an wichtigen Stellen die Arbeit mit gestaltet und wichtige Fragen in der Gemeinschaft des Presbyteriums mit entschieden. Sie haben mitgewirkt durch ihre Beiträge in den Sitzungen des Presbyteriums und durch viele Dienste in den Gottesdiensten.

Darüber hinaus aber haben sie auch ganz persönliche Akzente gesetzt.

Von den vielen kleineren und größeren Anliegen seien hier nur einige wenige genannt:

  • Angelika Baringhorst war Mitglied im Diakonieausschuss und hat sich immer wieder für den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit des Handelns der Gemeinde eingesetzt. Ihr lag aber auch die Spiritualität in der Gemeinde und in den Gottesdienste sehr am Herzen.
  • Melanie Borkowski hat die Gemeinde im Kindergartenwerk vertreten. Sie war Mitglied und Schriftführerin im Diakonieausschuss und hat ihn vertretungsweise auch geleitet.
  • Ursula Döring war Mitglied des Friedhofsausschusses und hat diesen wichtigen Teil der Gemeindearbeit mit vielen Beiträgen und kritischen Nachfragen unterstützt.
  • Auf Erika Ludwigs ausdauerndes Werben hin wurde der Diakonieausschuss überhaupt erst ins Leben gerufen und fand seinen Weg inzwischen in die Satzung unserer Gemeinde. Sie hat den Ausschuss als Diakoniepresbyterin jahrelang geleitet und sich in vielen Einzelfällen für das Wohl der Menschen eingesetzt und für die Förderung von Projekten vor Ort und weltweit. Unter anderem hat sie auch den Besuchsdienstkreis ins Leben gerufen.

Mit großem Respekt haben die verbleibenden Mitglieder des Presbyteriums die Entscheidung der vier zum Ausscheiden nach mehrjähriger Mitgliedschaft zur Kenntnis genommen.

Alle vier werden der Gemeinde auf je ihre eigene Weise eng verbunden bleiben. Sie wurden mit dem Segen und großem Dank aus ihrem Amt entlassen.

Jahresabschlussgottesdienst

Im Rahmen des Jahresabschluss-Gottesdienstes wurde Elisabeth Walger nach über 20 Jahren ihrer Küsterinnen-Tätigkeit verabschiedet. Ein Großteil des Presbyteriums, viele Gemeindemitglieder und Pfarrer Ebmeier gaben ihr viele gute Wünsche mit auf den Weg in Worte, Geschenke und musikalische Form gefasst. Bei den Liedern  "Für dich soll´s rote Rosen regnen" und das irische Segenslied "Möge die Straße...." stimmten alle mit ein.

Frau Walger überreichte ihren Kirchenschlüssel und die Verantwortung für die Küstertätigkeiten in der Hemmerder Kirche mit einer offiziellen Geste an Valentina Riss. Sie dankte auch mit rührenden Worten allen Gemeindemitgliedern für ihre Unterstützung in den vergangenen Jahrzehnten. Besonders liebevollen Dank sprach sie ihrem Mann und ihren Kindern aus.

Elisabeth Walger wird uns nicht verloren gehen, sondern in Kontakt bleiben, denn Hemmerde bezeichnet sie als ihre Heimat! Alles Gute!

Martina Hitzler

Jahresabschluss 2015

Aus dem Presbyterium im Dezember 2015 Zum letzten Mal traf sich das Presbyterium unserer Kirchengemeinde in dieser Zusammensetzung zur Jahresabschlussfeier in der Post in Hemmerde.

Im März wird das Presbyterium neu zusammengestellt. Vier Presbyterinnen scheiden dann aus und vier Presbyterinnen und Presbyter kommen neu dazu.

Es gibt guten Grund, mit einiger Zufriedenheit auf die Arbeit der letzten Jahre und besonders auch der letzten Monate zurück zu blicken. Es hatte eine ganze Reihe z.T. auch schwieriger Beschlüsse gegeben. Viele Stunden waren in Sitzungen und Beratungen verbracht worden. Manches ist dabei neu geordnet und auf den Weg gebracht worden.

Einige der wichtigsten Beschlüsse und Entwicklungen:

  • Beide Pfarrstellen sind neu besetzt worden. 
  • Die Gottesdienst- und Abendmahlsordnung wurde überarbeitet.
  • Im Herbst 2013 war die Gemeinde durch den Kirchenkreis und die damalige Superintendentin visitiert worden und bekam sehr positive Rückmeldungen.
  • Die Satzung der Gemeinde wurde neu erstellt und ist seit Sommer 2015 in Kraft.
  • Der Diakonie-Ausschuss hat sich zu einer wichtigen Einrichtung etabliert. Im Dezember 2015 konnte neu geschaffene Stelle einer ‘gemeindenahen Sozialbegleitung’ mit einer engagierten Mitarbeiterin besetzt werden.
  • Die Konfirmandenarbeit ist neu geordnet und ein Konfi-Camp wurde für 2016 auf den Weg gebracht.
  • Einige neue Gruppen sind entstanden und damit auch neue Initiativen und Feste:
  • Der Besuchsdienstkreis, das Männerforum, der Chor conTakte und der Instrumantalkreis haben sich, neben den vielen schon länger bestehenden, zu wichtigen Gruppen der Gemeinde entwickelt. Neu ist auch der Kontemplations-Kreis in der Arche und eine weitere Mutter-Kindgruppe im Philipp-Nicolai-Haus. Mehrfach wurde in Mühlhausen-Uelzen zum Seniorencafe eingeladen.
  • Nach wie vor bestehen in der Gemeinde insgesamt über 30 unterschiedliche Gruppen, Kreise und Einrichtungen, die sich regelmäßig im Gemeindebeirat treffen und austauschen.
  • Zum zweiten Mal wurde in Hemmerde ein Kindermusical durchgeführt.
  • In Lünern entstanden in Zusammenarbeit mit dem Bürgerforum ‘Wir in Lünern’ die Sonntagscafes an der Kirche und der musikalische Sommertag.
  • 2014 und 2015 gab es Adventsmärkte mit vielen Vereinen und Einrichtungen aus den Dörfern vor den Kirchen.
  • In Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten CVJM konnte die Kinder- und Jugendarbeit in vollem Umfang weitergeführt werden, mit so tollen neuen Aktionen wie den Familienfesten und dem mittelalterlichen Markttreiben rund um die Kirchen.
  • Daneben gibt es eine Fülle von gottesdienstlichen und freizeit-pädagogischen Angeboten für Kinder, zum Teil in Zusammenarbeit mit dem Noah-Kindergarten.
  • In den Kirchen wurden die Eingangsbereiche neu gestaltet, die Heizungen erneuert oder energetisch überarbeitet und die Akustikanlagen wurden verbessert. Alle Leuchtkörper sind inzwischen durch LED-Technik ersetzt. Die Einsparungen sind deutlich spürbar.
  • In der Kirche in Lünern wurde der Altar neu ausgeleuchtet und neben der Kirche entstand eine WC-Anlage.
  • In Hemmerde ist die Renovierung der Orgel gerade abgeschlossen.
  • Daneben gab es eine Fülle von kleinen und größeren Reparaturen und Erneuerungen.
  • Das große Thema der ‘Gebäudestruktur’ hat das Presbyterium viele Monate beschäftigt und zeitweilig auch sehr umgetrieben. Aber auch in diesem Bereich zeichnen sich jetzt positive Lösungen ab. Als Ziel gilt nach wie vor, das Raumangebot deutlich zu reduzieren, auf einen der Gemeindegröße angemessenen Bestand. Dabei soll die Gemeindearbeit in allen drei Gemeindebezirken ausreichend und auf Dauer vertreten bleiben.

Dies Ziel scheint nun in greifbare Nähe gerückt:

In Mühlhausen-Uelzen wurde das Philipp-Nicolai-Haus im Dezember verkauft und darin zugleich ein dauerhaftes Nießbrauchrecht für die Gemeinde gesichert.

Die Arche in Hemmerde soll, so der Stand der Gespräche, an die Stadt Unna vermietet und in ein Bürgerhaus für das ganze Dorf weiter überführt werden. 

Der Regenbogen bleibt als Jugendhaus erhalten, soll aber verstärkt auch von anderen Gruppen der Gemeinde genutzt werden.

Dies ist insgesamt sicher eine sehr positive Bilanz der Arbeit in den vergangenen vier Jahren.

Die Presbyterinnen und Presbyter zeigten dabei immer wieder die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und selbstständig, in Abstimmung miteinander, Prozesse und Projekte zu organisieren und zu steuern. Die unterschiedlichen Gaben und Interessen haben sich dabei sehr gut ergänzt.

So konnte Pfarrer Volker Jeck, als Vorsitzender, allen, den ausscheidenden und den wiedergewählten Mitgliedern des Presbyterium, nur große Anerkennung und Dank aussprechen.

 

 

 

Kirchenwahl 2016 in unserer Gemeinde

11 Gemeindeglieder wurden von der Gemeinde für das Amt einer Presbyterin oder eines Presbyters vorgeschlagen.

Auf die 12 zu vergebenen Sitze im Presbyterium bewerben sich 11 Personen. Eine Bewerbung wurde nach Ende der Vorschlagsfrist kurzfristig zurück gezogen.

Sieben der Vorgeschlagenen gehören bereits seit Jahren dem Presbyterium an, vier werden neu hinzu kommen.

Die folgende Vorschlagsliste mit den Bewerberinnen und Bewerbern wurde am Sonntag, den 13. Dezember, im Gottesdienst in Lünern offiziell verlesen und damit der Gemeinde bekannt gegeben:

Wahlvorschläge für den Bereich Hemmerde und Siddinghausen:

Erika Brumberg, Werler Str. 218, 59427 Unna, geb. 25.11.1957

Martina Hitzler, Königstr. 6, 59427 Unna, geb. 26.05.1963

Carmen Kratzsch, Hemmerder Tigge 4, 59427 Unna, geb. 16.09.1969 2.

Wahlvorschläge für den Bereich Lünern und Stockum:

Regine Birkelbach, Stockumer Dorfstr. 13D, 59427 Unna, geb. 18.11.1962

Günter Drechsel-Grau, Am Keilbrink 9A, 59427 Unna, geb. am 27.04.1946

Axel Potthast, Kuhstr. 61, 59427 Unna, geb. 11.03.1970

Ulrich Schmidt, Am Keilbrink 29, 59427 Unna, geb. am 21.07.1952 3.

Wahlvorschläge für den Bereich Mühlhausen und Uelzen:

Norbert Branscheid, Uelzener Dorfstr. 58, 59425 Unna, geb. am 23.11.1942

Irene Eichweber, Kusenkamp 15A, 59425 Unna, 24.07.1951

Udo Renken, Am Alten Bach 19, 59427 Unna, geb. am 15.08.1962

Benjamin Schulze-Borgmühl, Bruchstr. 30, 59425 Unna, geb. am 17.01.1977

Zwischen dem 14. und dem 18. Dezember können Beschwerden gegen den Verlauf des bisherigen Wahlverfahrens eingelegt werden.

Geschieht das nicht, gelten die oben genannten Personen als gewählt.

Dies wird dann am 10. Januar 2016 noch einmal im Gottesdienst in Hemmerde abgekündigt.

Beim anschließenden Neujahrsempfang werden sich die neuen und die wiedergewählten Presbyterinnen und Presbyter der Gemeinde vorstellen.

Die offizielle Einführung des neuen Presbyteriums ist dann am 6. März 2016.

Mit diesem Datum werden mit großem Dank und vielen Segenswünschen aus dem Presbyterium ausscheiden: Melanie Borkowski, Angelika Baringhorst, Ursula Döring und Erika Ludwig. 

„……das geht mich was an in meinem Leben, vielleicht brauche ich noch mehr Wissen, aber trotzdem kann ich eine Gemeinde mit gestalten"

Presbyter ist griechisch und heißt „Älterer". Bei einem Presbyterium handelt es sich also um einen sog. „Ältestenrat", der Gemeindeleitung einer evangelischen Kirche. In Nordrhein-Westfalen haben wir das presbyterial-synodale System, ein demokratisches System, in dem die Mitglieder des Presbyteriums von den Gemeindemitgliedern gewählt werden. Beim Presbyter Amt handelt es sich um eine rein ehrenamtliche Tätigkeit.

Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen das Presbyter-Amt näher bringen

  • was beinhaltet die Arbeit als Presbyter überhaupt und
  • wie aufwändig ist eine Mitarbeit im Presbyterium?

"Noch vor kurzem wäre sie niemals auf die Idee gekommen. Und nun war sie schon in der Gemeindeleitung. Hatte sie als Unternehmerin eigentlich Zeit dazu? Die Frage nach Gott hatte sie schon lange beschäftigt. Gebetsveranstaltungen hatte sie besucht....

Allerdings hatte sie auch oft das Gefühl, nicht so ganz richtig dazu zu gehören. Dann, durch ein wichtiges Gespräch, bekam sie einen entscheidenden Impuls.

Sofort war ihr als Powerfrau klar, dass sie, wenn es nötig ist, selbstbewusst eine leitende Funktion wahrnimmt. Sie war übrigens die erste Gemeindeleiterin Europas und hieß Lydia (Apostelgeschichte 16 Vers 13-15.40)"

Die Arbeit von Presbyterien ist vielseitig und anspruchsvoll. Schnell stehen deshalb die Aufgaben im Vordergrund und es wird überlegt, wer für welche Funktion in Frage kommt.

Doch ob Menschen sich ansprechen lassen, hängt davon ab, ob ihre Motive und Erwartungen erfüllt werden, die sie gegenüber einem ehrenamtlichen Engagement haben. http://www.kirchenwahl2016.de/

Was sind nun die Aufgaben eines Presbyteriums laut Kirchengesetz?

  • es wacht darüber, dass in der Gemeinde das Evangelium rein und lauter verkündigt wird und die Sakramente recht verwaltet werden
  • es wirkt bei der Pfarrwahl mit
  • es ist für die Konfirmanden-Arbeit verantwortlich
  • es beschließt über die Zulassung zum Heiligen Abendmahl
  • es legt die Zahl der Gottesdienste und deren Zeiten fest
  • es fördert die Kirchenmusik und den Gemeindegesang
  • es sorgt für die Sammlung und Weiterleitung der Kollekten
  • es kümmert sich um die Ausstattung der gottesdienstlichen Räume und die Pflege der kirchlichen Geräte
  • es unterstützt die Pfarrerinnen und Pfarrer bei den Hausbesuchen
  • es ist verantwortlich für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • es wahrt die kirchlichen Anliegen im Blick auf die Schulen
  • es hält Kontakt zu den Einrichtungen der Diakonie
  • es stellt die haupt- und nebenberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein und übt die Dienstaufsicht aus
  • es beauftragt ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • es verwaltet das Vermögen der Kirchengemeinde
  • es vertritt die Kirchengemeinde im Rechtsverkehr

Eine Amtszeit dauert vier Jahre. Danach kann erneut kandidiert werden, mit dem 75. Lebensjahr endet die Mitgliedschaft, frühestens mit dem 18. Lebensjahr kann sie beginnen. Presbyter können auch vor Ablauf der Amtszeit ihr Amt wieder niederlegen.

Presbyter müssen Mitglied der Kirche sein, Kirchenabgaben zahlen und zum Abendmahl zugelassen sein. Sie dürfen (mit Ausnahmen) weder bei der Kirchengemeinde, noch dem Kirchenkreis oder einem kirchlichen Verband entgeltlich beschäftigt sein. Auch wenn man mit einem Mitglied des Presbyteriums verheiratet ist, in Lebenspartnerschaft lebt, verschwistert ist, in gerader Linie verwandt oder im ersten Grade verschwägert ist, kann man kein Mitglied des Presbyteriums werden.

Wie funktioniert das mit den Wahlvorschlägen?

Wird eine Person vorgeschlagen, muss diese zuvor die Bereitschaft haben, diese Wahl auch anzunehmen. Dieser Wahlvorschlag muss von mindestens 5 Personen unterschrieben und beim Presbyterium eingereicht werden. Gibt es nicht mehr Vorschläge als Stellen zu besetzen, gilt die vorgeschlagene Person bereits dann als gewählt.

Nach neuem Kirchenrecht können Wahlvorschläge gemeindeübergreifend gemacht werden, man kann für einen anderen Gemeindeteil als dem eigenen Wohnort kandidieren.

Findet die Wahl statt, so wird das Wahlverzeichnis eine Woche öffentlich ausgelegt. Die Wahl findet dann im Anschluss an den Gottesdienst statt und ist geheim.

Die kommende Wahl findet am 14. Februar 2016 statt.

Voraussetzungen für eine Kandidatur zum Kirchenvorstand (KV)

Grundvoraussetzung:

  • In der Gemeinde beheimatet sein
  • Positives Bild von der Art des Pastors / der Pastorin
  • Vorstellung, an Veränderungen und Prozessen in der Gemeinde aktiv mitwirken zu können

Nebenvoraussetzung:

Erfahrung im Ehrenamt Aufforderung zur Kandidatur aufgrund persönlicher Kompetenzen

  • Klare Vorstellung von der Tätigkeit im KV (Wie groß ist das Paket?)
  • Geklärte Anforderungen an die Kandidaten (Jeder nach seinen Fähigkeiten)
  • Professionelle Arbeit des KV Wahlen als Legitimation und Bestätigung
  • Heterogene Zusammensetzung des KV (Vielfalt erwünscht) ? ? ? ?

Aus dem Presbyterium August 2015

Gemeindenahe Sozialbegleitung

Das Presbyterium hat die Einrichtung der Stelle im gemeindenahen Sozialdienst beschlossen. Mit 10 Stunden in der Woche soll ab Januar 2016 die Begleitung von Menschen in besonderen Notlagen verbessert werden. In enger Zusammenarbeit mit Gemeindegruppen und -diensten sollen Hilfs-Netzwerke über die Grenzen der Gemeinde hinaus aufgebaut werden und evtl. neue Kontaktgruppen und -treffs. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt.

Heizung und Chorraum

Abgeschlossen ist die Erneuerung der Heizungen in Lünern und Hemmerde. Beide Heizsysteme wurden überholt, zum Teil erneuert und energietechnisch verbessert. Unter anderem wurden Hochefffizient-Pumpen eingebaut. DAs Presbyterium erhofft sich eine nachhaltige Senkung der Energierkosten und damit auch eine geringere Umweltbeslastung Auch die Arbeiten im Innenraum der Kirche in Hemmerde sind abgeschlossen. Die Decke im Chorraum wurde neu gestrichen und der Eingangsbereich der Kirche neu gestaltet. Zur Zeit wird geprüft, wie eine regelmäßige Öffnung der Kirche für Besucherinnen und Besucher gewährleistet werden kann. Orgelrenovierung Ab Ende September wird die Orgel im Hemmerde repariert und energietechnisch auf den neusten Stand gebracht. Möglicher Weise werden dadurch einige Gottesdienste bis in den November hinein etwas eingeschränkt stattfinden.

Kirchenasyl

Einem jungen Mann aus Syrien wurde vom 10. August bis voraussichtlich Anfang September 2015 Kirchenasyl gewährt.

Taufgottesdienste am Samstagnachmittag

Viermal im Jahr sollen zukünftig Taufgottesdienste am Samstagnachmittag angeboten werden. Mit hoffentlich jeweils mehreren Tauffamilien sollen die Gottesdienste dann familienfreundlich, feierlich aber auch heiter gestaltet werden. Es werden Gemeidneglieder gesucht, die Freude daran haben, diese Gottesdienste mitzugestalten.

Kirchenwahlen

Im Februar 2016 werden die Presbyterien in ganz Westfalen neue gewählt. In unserer Gemeinde werden wieder 12 Plätze zu besetzen sein. Ein Presbyter/eine Presbyterin muss mindestens 18, höchstens 75 Jahre alt sein und Mitglied unserer Kirche. Alle Gemeindeglieder haben das Recht, Kandidatinnen und Kandidaten vorzuschlagen. Eine Wahlvorschlag braucht mindestens 5 unterstützende Unterschriften und sie ist bei den Pfarrern, PresbyterInnen oder im Gemeindebüro abzugeben. Am 14. Februar 2016 wird dann in drei Wahlbezirken in Hemmerde, Lünern und Mühlhausen-Uelzen gewählt.

Zu unserer Gemeinde gehören zwei historische Kirchen, drei Gemeindehäuser, ein Kindergarten und ein Jugendhaus.

Schon bei einem oberflächlichen Blick fällt auf, dass das für eine Kirchengemeinde mit deutlich weniger als 4000 Gemeindegliedern eine üppige Ausstattung ist.

Jedes dieser Gebäude hat seine eigene Geschichte, aber vor allem haben Menschen ihre Geschichte mit den Gebäuden. Sie haben darin gefeiert, gebetet, gesungen, gespielt, gelacht, getrauert und gearbeitet. Kirchliche Gebäude sind immer ganz besondere Häuser. Sie geben Menschen Raum, wichtige Stationen ihres Lebens zu erleben und zu gestalten, mit der Familie oder im Freundeskreis, vor Gott und in der Gemeinde.

Ich bin all denen sehr dankbar, die sich mit großem Einsatz für den Erhalt der Gebäude einsetzen, sie pflegen und das Leben in den Häusern gestalten. Das hat eine große Bedeutung für unsere Gemeinde, aber auch für das öffentliche Leben in den Dörfern.

Indem die Kirchengemeinde so in den drei Dörfern über Jahrzehnte öffentliche Versammlungsräume zur Verfügung stellte, hat sie auch eine wichtige kommunale Aufgabe übernommen. Und sie hat es gern getan, so lange sie es konnte.

Heute stehen wir aber vor einer Situation, die uns zwingt, uns auch von lieb gewonnenen Häusern zu trennen. Der Grund dafür ist sehr einfach. Es fehlt der Gemeinde an Geld. Nicht nur kurzfristig, sondern vor allem in der Perspektive und das macht es schlimmer. Denn die Gemeinde ist kleiner geworden; in sieben Jahren hat sie rund 10% ihrer Mitglieder verloren. Teils durch Austritte, viel mehr aber noch durch den demographischen Wandel. Die Kosten für Personal, Energie und Unterhalt dagegen wachsen stetig.

So hat das Presbyterium schon vor Jahren erkannt, dass gehandelt werden muss. Unsere Gemeinde hat viel mehr Gebäude als sie sich leisten kann, aber auch mehr als sie wirklich braucht. Das war schon lange offensichtlich. Eine externe Gebäude-Struktur-Analyse im letzten Jahr hat das von Neuem bestätigt: Unsere Gemeinde hat mehr als doppelt so viel Räume, wie eigentlich nötig und bezahlbar wären.

Seit Jahren wird der Betrieb und der Erhalt der Häuser immer wieder durch großzügige Spenden, durch Mieteinnahmen, aber zunehmend auch durch den Griff in die Rücklagen finanziert.

Das ist auf Dauer nicht verantwortlich.

Schon vor fünf Jahren hat es dazu erste Gemeindeversammlungen gegeben, in denen die unausweichliche Schließung von Häusern angekündigt wurde. Es gab engagierte Diskussionen, aber es wurde auch klar, dass die Gemeindeglieder nicht zusätzlich zur Kasse gebeten werden wollten, um die Schließung der Häuser dann evtl. doch nur um einige Jahre hinaus zu zögern. Das ist nachvollziehbar.

Seit dem hat das Presbyterium intensiv nach Lösungen und Möglichkeiten gesucht und immer wieder engagiert diskutiert. Es wurde nach zusätzlichen Einnahmequellen gesucht und Ausgaben gekürzt. Die Häuser wurden zunehmend für Vermietungen geöffnet. Alternative Nutzungen für die Gemeindehäuser wurden diskutiert, geprüft und verworfen.

Am Grundproblem aber hat das leider wenig geändert. Was also tun?

Die beiden historischen Kirchen sind ein wunderbares Geschenk vorausgegangener Generationen, sie sind ein wichtiger Ort des aktiven gottesdienstlichen Lebens und eine bleibende Verpflichtung. Es besteht großer Konsens im Presbyterium, dass sie zu erhalten sind. Der Kindergarten ist ein substantieller Teil der Gemeindearbeit und wird vom Kindergartenwerk betrieben. Er belastet zwar den Haushalt der Gemeinde, jedoch nicht so gravierend, dass hier die Lösung liegen könnte. Das Jugendhaus ‘Regenbogen’ hat für die Arbeit für Kinder und Jugendliche eine so hohe Bedeutung, dass es ebenfalls erhalten bleiben soll.

Bleiben also die drei Gemeindehäuser und sie stehen alle drei in der Diskussion.

In allen Gemeindehäusern treffen sich wichtige Gruppen unserer Gemeinde. Alle drei sind schöne Häuser mit guter Bausubstanz. Das Philipp-Nicolai-Haus ist mit dem großen Jugend- und Außenbereich ein tolles Veranstaltungszentrum. Die Arche in Hemmerde liegt wunderschön am Roten Platz im Dorfkern. Das Ludwig-Polscher-Haus liegt mitten in der Gemeinde, wohl nicht das schönste der drei Häuser, aber zur Zeit doch am intensivsten genutzt.

Die Kosten der Häuser sind leicht unterschiedlich, bewegen sich, einschließlich der Personalkosten, über die Jahre aber alle zwischen 25 und 30 000,- € im Jahr.

Das Presbyterium hat entschieden, dass es zukünftig nur noch ein großes, zeitgerechtes Gemeindehaus geben soll. In der räumlichen Mitte der Gemeinde, also in Lünern. In Hemmerde und Mühlhausen/Uelzen sollen weiterhin angemessene Räume angeboten werden, allerdings deutlich reduziert und in der Kooperation mit Partnern. Das ist keine leichte Entscheidung, aber die Einzige, die eine dauerhafte Lösung verspricht.

Wir stehen damit vor einer großen Aufgabe, für die wir um Unterstützung und viele kreative Ideen bitten.

Wie können wir den Bestand der Gebäude verringern, ohne dass die Gemeindearbeit darunter leidet? Unmöglich? Vielleicht.

Vielleicht eröffnet uns die Notwendigkeit aber auch den Blick auf neue Möglichkeiten. Neue Kooperationspartner und neue Ideen tauchen auf. Es wird viel daran liegen, die Trennung von Häusern nicht als Niederlage, sondern als wichtigen Schritt zur Sicherung der Zukunftsperspektive unserer Gemeinde zu begreifen. Wir tun jetzt einen Schritt, der schmerzlich ist und sicherlich auch manchen Abschied von lieb Gewonnenem bedeuten wird. Aber damit entstehen auch wieder neue Handlungs- und ‘Spiel’räume. Die gilt es mit Vertrauen und neuer Leidenschaft zu nutzen.

Gerade die aktiven Gemeindeglieder, die seit Jahren das Leben in den Häusern gestaltet haben, werden von den Änderungen besonders betroffen sein. Gerade diese bewährten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen besonders gut, dass eine Kirchengemeinde nicht allein von ihren Gebäuden lebt. Sie haben die Gemeinde schon viele Jahre getragen und ich bin mir sicher, sie werden ihr auch in diesem schwierigen Schritt zu Seite stehen.

Ich bin zuversichtlich, dass unsere Gemeinde mit Gottvertrauen in eine offene und gute Zukunft geht. Neue Wege sind auch spannende Wege und auf ihnen warten viel neue Aufgaben und Begegnungen. Lassen Sie uns dem gemeinsam und mit großen Erwartungen entgegen gehen.

Volker Jeck

Unsere Baustellen Im Februar 2015

Seit einigen Tagen sind die Glocken unserer Kirche in Lünern verstummt. Bei der jährlichen Glockenwartung wurde ein Bruch in der Klöppelhalterung festgestellt. Der Glockenklöppel hing sprichwörtlich am seidenen Faden. Die Neuanfertigung der Klöppelhalterung wurde sofort in Auftrag gegeben, sodass Mitte des Monats unsere Glocken wieder hörbar sind.

In der Kirche Hemmerde wurden die alten Glühbirnen durch LED-Leuchtmittel zwischenzeitlich ersetzt. Das aus den 80-er Jahren stammende Luftheizgerät in der Hemmerder Kirche weist erhebliche Schäden auf, die auf Dauer nicht bleiben können. Aus diesem Grund wird ab dem 23. Februar 2015 die Erneuerung des Heizgerätes, auch aus wirtschaftlichen Aspekten erfolgen. Unsere Kirche wird bis zum 06.03.2015 geschlossen bleiben.

Norbert Branscheid

Aus dem Presbyterium November 2014

Finanzen, Diakonie und Jahresplanung Im November stand die Planung für den Haushalt 2015 im Mittelpunkt der Beratung. Frau Olzschewski, aus der Finanzabteilung des Kreis-Kirchen-Amtes, erläuterte die einzelnen Haushaltstitel und beriet das Presbyterium bei Aufstellung der Ausgabenplanung. 172 000,- € an Kirchensteuermittel sind 2015 zu erwarten. Gelder, die vollständig durch die Ausgaben für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und durch die Kosten der Gebäude gebunden sind. Zum Glück verfügt unsere Gemeinde zusätzlich über Einnahmen aus einigen Mieten und Verpachtungen und immer wieder auch über großzügige Spenden von Gemeindegliedern. Sonst bliebe kein Spielraum zur Gestaltung der Arbeit.Deutlich ist aber, dass die Ausgaben in den nächsten Jahren deutlich gesenkt werden müssen. Der Kollektenplan für das Jahr 2015 wurden beschlossen und und aus Spendengeldern der Diakonie konnten Hilfszahlungen an mehrere Projekte und Menschen in unmittelbarer Not beschlossen werden. Außerdem beschäftigte sich das Presbyterium mit der Jahresplanung für 2015. Im Januar ist eine Klausurtagung verabredet, in der die Zukunft der Gebäude der Gemeinde im Mittelpunkt stehen wird. 

Aus der Sitzung des Presbyteriums im April 2014

Der Putz blätert im Gewölbe in Hemmerde

Im April waren die Mitarbeiterinnen des Besuchsdienstes im Presbyterium zu Gast. Die Mitglieder der Besuchsdienstgruppe berichteten sehr anschaulich anhand von Beispielen über Ihren Dienst. Alle betonen, dass sie auch persönlich von den Erfahrungen ihrer Arbeit sehr profitieren. 7 Personen leisten zwischen 850 und 1000 Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Jahr! In den vergangenen Jahren wurden folgende Schulungen durchgeführt für Gesprächsführung und Trauerarbeit. In diesem Jahr stehen der Austausch mit dem katholischen Besuchsdienst, eine Tagung in Wuppertal und ein Ausflug nach Soest auf dem Programm. Die Gruppe wurde in den letzten Jahren von Erika Ludwig aufgebaut und inzwischen wird sie durch Carmen Kratzsch geleitet. Die fachliche und seelsorgliche Begleitung liegt bei Pfarrer Gerd Ebmeier. mehr

Das Presbyterium dankte ausdrücklich für die intensive und wichtige Arbeit und wünscht den Mitwirkenden für ihr weiteres Tun Gottes Segen.

Daneben beschäftigte sich das Presbyterium mit einigen aktuellen Bauvorhaben in der Kirche in Hemmerde und an der Toilettenanlage in Lünern.

Die Nacht der offenen Kirchen am Pfingstsonntag in Hemmerde und die Beteiligung der Gemeinde am Jubiläum des Schützenvereins Lünern waren ebenfalls Themen.

Es wurde beschlossen, das Kirchgeld in diesem Jahr für den Erhalt von Kirche und Orgel in Hemmerde zu erbitten.

Klausurtagung des Presbyteriums am 22.März 2014 im 'Haus der Mitte', Stentrop

Für den gemeinsamen Arbeitstag hatte sich das Presbyterium ein schwerwiegendes Thema vorgenommen: 'Das Abendmahl in der Tradition und in der Praxis unserer Gemeinde.'

Pfarrer Jeck moderierte den Arbeitstag und Pfarrer Ebmeier hielt ein einführendes, umfassendes Referat über die biblischen Grundlagen und die Geschichte des Abendmahles durch die Jahrhunderte bis hinein in die unterschiedlichen Traditionen in den Gemeinden Hemmerde und Lünern. Anschließend wurden biographische Erfahrungen mit dem Abendmahl ausgetauscht und reflektiert.

Zielsätze für die Gestaltung des Sakraments des Abendmahles in unserer Gemeinde wurden erarbeitet:

Das Abendmahl ist ein feierliches Ritual ...

- um die Nähe Gottes zu erfahren

- Individuen erfahren Glaubensgemeinschaft

- Einzelne öffnen sich

- Ermutigung zum Leben

- Weltverantwortung

- Zugehörigkeit zur Gemeinde

- die Liebes Gottes und die Gemeinschaft sinnlich erfahren

- Vergebung und Wort Gottes erfahren und ins Leben tragen

Am Ende standen einmütige Entscheidungen zu mehreren wichtigen Themenbereichen:

- Das Abendmahl wird in Zukunft an allen Gottesdienststätten der Gemeinde mit dem Gemeinschaftskelch gereicht.

- Brot und Kelch werden nicht mehr einzeln verteilt, sondern im Kreis vor dem Altar herumgereicht.

- Der Altarumgang in Hemmerde bleibt erhalten, allerdings wird dabei kein Geld mehr eingesammelt

- In Neuauflagen des Gottesdiestprogramm-Blattes wird die Abendmahlsordnung in Hemmerde und Lünern gesondert dargestellt

- Kinder sind zum Abendmahl zugelassen, wenn sie dabei von ihren Eltern begleitet sind oder in besonderen, kindgerechten Gottesdiensten, Kinderbibeltagen oder - wochen, darauf vorbereitet wurden.

- Konfirmandinnen und Konfirmanden dürfen in unserer Gemeinde am Abendmahl teilnehmen, wenn sie das Thema im Unterricht bereits erarbeitet haben.

- Abendmahl wir nur noch einmal im Monat gefeiert. In den ‘ungeraden’ Monaten in Lünern, jeweils an den ersten Sonntagen und in den ‘geraden’ Monaten in Hemmerde, jeweils an den zweiten Sonntagen. Daneben wird das Abendmahl weiter zu besonderen Anlässen oder Feiertagen gefeiert.

- An allen Gottesdienststätten wird zukünftig neben Traubensaft wahlweise auch Wein zum Abendmahl gereicht.