Otto die Kinnschleuder und der Heimlichgriff

Es ist schon erstaunlich, was man in einem Erste-Hilfe-Kurs so alles lernen kann. 14 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fanden sich am 9. Januar 2016 um 9 Uhr im Ludwig-Poscher-Haus in Lünern ein, um an einem Ersthelferkurs teilzunehmen. Heidrun Herchenröder und Peter Milbradt-Faß hatten mit viel Engagement diese Veranstaltung organisiert und auch für unser leibliches Wohl währenddessen gesorgt.

Frau Blass vom DRK begann direkt nach einer kurzen Einführung mit dem Anlegen von Verbänden: verschiedene Druck- und Schutzverbände an den unterschiedlichsten Körperteilen sollten wir einmal ausprobieren - und der Spaß ging los.....wir haben viel gelacht im Laufe des Tages und ich bin sicher, dass gerade die Ernsthaftigkeit des Themas und unsere Betroffenheit oft dazu geführt hat, dass wir uns in den Humor flüchten mussten. Uns war allen klar: es geht im Ernstfall darum, einem Menschen das Leben zu retten!

Wissen Sie, was eine Kinnschleuder ist? Dabei verbindet man einem Menschen das Kinn so, dass es im Anschluss aussieht, wie ein Osterhase mit zwei großen Ohren. Oder der Heimlichgriff? Dabei umschlingt man eine Person, die sich verschluckt hat und zu ersticken droht, von hinten mit den Armen und drückt  plötzlich und fest mit der Faust von hinten in den Magen, damit er sich übergibt!

Am Ende der Schulung simulierten wir einen echten Autounfall mit mehreren Verletzten: das war noch einmal eine ganz andere Situation, wenn Personen stöhnend und schreiend direkt nach einem Unfall versorgt werden müsse.

Es war eine wichtige und lehrreiche Veranstaltung, bei der wir mit Spaß und Ernsthaftigkeit gelernt haben, anderen Menschen bei Verletzungen und Unfällen so fachmännisch wie möglich zur Seite zu stehen......ich habe es allerdings bedauert, dass wir den Luftröhrenschnitt nicht geübt haben....dabei hatte ich extra einen Kugelschreiber mitgebracht :-).

Herzliche Grüße

Martina Hitzler